Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Galileo - Vibrationstherapie

Methode Seitenalternierende Vibrationstherapie mit Galileo-Trainingsgerät bei infantiler Zerebralparese (ICP)                                                                                                           
OPS ./.
Indikation Infantile Cerebralparese (ICP)
ICD G80.-
Oberkategorie ./.
(Haupt-)Fachgebiet Neurologie/Rehabilitation
Zuständigkeit in NR ASP Methodenbewertung -  sofern nur Gerät als Hilfsmittel (siehe unten)
Datum Erstellung August 2016
Dokumentenart Aufbereitetes Beispielgutachten
Autor M. Hansen/Dr. Olaf Weingart
Datum der letzten Bearbeitung

16.08.2016

Sollten sich aus Ihrer Auftragsbearbeitung neue Erkenntnisse ergeben, informieren Sie uns bitte darüber per Mail an die Mailbox MFB Methodenbewertung.

vorhandene Dokumente
Kurzbeschreibung

Das Galileo-Therapiegerät verbindet zwei in der Rehabilitationsmedizin grundsätzlich geläufige Gerätetypen miteinander: Zum einen erfolgt ein seitenalternierendes Vibrationstraining mit einstellbarer Frequenz und Amplitude der Vibrationsbewegungen. Je nach eingestelltem Winkel übertragen sich die hochfrequent vibrierenden Wippbewegungen des Galileo Gerätes mehr oder weniger kräftig über Füße, Unter- und Oberschenkel bis hin in die Rumpfmuskulatur.

Das Galileo-Trainingsgerät soll in der Muskulatur sogenannte Dehnreflexe auslösen, die eine Kontraktion der Muskulatur bewirken. Die Dehnreflexe werden unwillkürlich ausgelöst und sind willentlich nicht zu beeinflussen. Auch Skelettmuskulatur, die aufgrund von neurologischen Erkrankungen mit Lähmungszuständen nicht vollständig innerviert werden kann, soll auf diese Weise gedehnt und trainiert werden.

Das System Galileo wendet verschiedene Methoden zur biomechanischen Vibrationstherapie an. Ähnliche Geräte werden auch im Sport/Training (z.B. Fitnessstudio) eingesetzt (z.B. Powerplate®).
Urteile S 16 KR 656/14 vom 01.02.2016

LSG Nordrhein-Westfalen  vom 20.05.2020  im Eilrechtschutz (Az.: L 11 KR 166/20 B ER)

Art der Leistungserbringung Hilfsmittel (Therapie)
Fazit Als Hilfsmittel keine Leistung der GKV
Kommentare/Hinweise

Im Rahmen der Verträge zur Integrierten Versorgung für das Kölner Rehabilitationskonzept „Auf die Beine“ für Kinder und Jugendliche mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten haben sich nach Initiierung durch die Barmer GEK folgende Kassen angeschlossen: Techniker, AOK Rheinland/Hamburg, BKK Gesundheit, DAK, Hamburg Münchner, IKK Klassik, Knappschaft, KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Hierbei steht die multimodale Therapie im Vordergrund und im Verlauf der stationären Aufenthalte werden verschiedene physiotherapeutische Therapieelemente kombiniert.

Bearbeitung dieser Anträge erfolgt im Medizinischen Dienst Nordrhein zentral durch Dr. Schefels (BBZ Duisburg/Dr. Loevenich (MFB Neurologie).