MRT der Mamma
| Methode | MRT-Untersuchung der Brustdrüse (Mamma-MRT) |
| OPS/EBM | Die MRT-Untersuchung der weiblichen Brustdrüse ist unter der GOP 34431 im EBM abgebildet. Unter Beachtung der Vorgaben zur Durchführung und Indikationsstellung kann sie als vertragsärztliche Leistung unter folgenden Bedingungen erbracht werden:
Hinweis: die dem MRT zugeordneten OPS Schlüsselcodes sind:
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| ICD | N60-N64 Krankheiten der Mamma [Brustdrüse] Z80.3 Bösartige Neubildung der Brustdrüse [Mamma] in der Familienanamnese (Zustände, klassifizierbar unter C50.-) |
| Oberkategorie | Diagnostik |
| (Haupt)Fachgebiet | Frauenheilkunde und Geburtshilfe |
| Bearbeitung in NR |
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| Erstellt durch | MFB Methodenbewertung; Abgestimmt mit KCO und AG Gynäkologie |
| Datum der letzten Bearbeitung | 06.11.2024 |
| vorhandene Dokumente | Eintrag des MD Baden-Württemberg in Confluence (MD BW 17.11.2020, überprüft 22.03.2024) |
| Kurzbeschreibung des Krankheitsbildes bzw. der Krankheitsbilder | Brustveränderungen bei Frauen mit klinischer Symptomatik sind meist benigne, in 3-6 % liegt ein Mammakarzinom zugrunde. |
| Kurzbeschreibung der Methode | Die Magnetresonanz-Tomographie (MRT, Kernspintomographie) ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers, welches im Vergleich zur Computertomographie (CT) und anderen Verfahren eine bessere Weichteildarstellung erlaubt. |
| Evidenz | Eine im Oktober 2024 durchgeführte orientierende Suche in den Fachdatenbanken ergab keine Publikationen, die einen Hinweis auf diagnostischen Nutzen der Mamma-MRT über die geltenden Vorgaben der G-BA Richtlinie Methoden Vertragsärztliche Versorgung hinaus belegen könnten. |
| Leitlinien | Nachdem jahrelang Mamma-MRT als einzige Option für die Diagnostik bei Implantatrupturen angesehen wurde, wird diese zuletzt im Rahmen der postoperativen Nachsorge bei asymptomatischen Patientinnen zum sog. Ruptur-Screening und Verdacht auf Fremdkörperverbleib im nicht onkologischen Kontext, auch gemäß aktueller Übersicht evidenzbasierter US-amerikanischer und britischer Leitlinienempfehlungen, nicht mehr empfohlen (9). Mit Kochsalzlösung gefüllte Brustimplantate bedürfen auch bei Produktdefekten zur Vermeidung von Folgeerkrankungen keine weitere spezifische Diagnostik. |
| Alternativen | Für die meisten nicht-onkologischen Fragestellungen stehen die Mammographie bzw. Mamma-Sonographie als diagnostischer Standard zur Verfügung und sind in der Regel ausreichend. Bei einer nachvollziehbaren medizinischen Notwendigkeit ist ein Hinweis auf Leistungserbringung im Rahmen der ASV-Richtlinie möglich. |
| Urteile | LSG BW L 11 KR 1579/21 vom 28.2023 |
| Art der Leistungserbringung | Das Mamma-MRT ist bei zwei Indikationen Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung und kann unter Vorgaben der GOP 34441 erbracht werden. |
| Fazit |
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| Kommentar/ Hinweise | Bei der Beantragung einer Mamma-MRT als außervertragliche Leistung (z. B. als Kostenerstattung bei IGeL) ist es sinnvoll, neben der Indikation zu prüfen, ob ggf. auch organisatorische Gründe wie unzureichende Erfüllung der QS-Vorgaben antragsbegründend sein und die Versicherten auf Alternativen verwiesen werden können. Weitere Infos: |