Rapiscan
| Methode | Regadenoson - Rapiscan ®: zur pharmakodynamischen Belastungsuntersuchung bei SPECT |
| OPS | Nicht bekannt |
| Indikation | Verdacht auf koronare Herzerkrankung (KHK) |
| ICD | I25 0 V - Verdacht auf Chronische ischämische Herzkrankheit |
| (Haupt)Fachgebiet | Kardiologie /Nuklearmedizin |
| Zuständigkeit in NR | ASP Pharmakologie /Methodenbewertung |
| Datum Einstellung | 05.10.2022 |
| Datum der letzten Bearbeitung | 19.09.2022 Sollten sich aus Ihrer Auftragsbearbeitung neue Erkenntnisse ergeben, informieren Sie bitte darüber per E-Mail an die MailboxMFB Methodenbewertung und MFB Pharmakologie. |
| vorhandene Dokumente | Kurzinformation MD-Nordrhein |
| Kurzbeschreibung der Methode | Der selektive A2A-Adenosinrezeptoragonist Regadenoson (Rapiscan®) wurde erstmals 2011 in Verkehr gebracht und wird ausschließlich als Diagnostikum angewendet. Es wird zur pharmakologischen Belastung bei Radionukliduntersuchungen zur Bestimmung der Myokardperfusion bei Erwachsenen eingesetzt, die anders nicht belastet werden können (z. B. aufgrund von Trainingsmangel, schmerzhaften Bewegungseinschränkungen, mangelnder Kooperation des Patienten etc.). Die Substanz wirkt als selektiver koronarer Vasodilatator, erhöht kurzzeitig die Durchblutung der Herzkranzgefäße und simuliert so die Auswirkungen körperlicher Belastung. So können Bereiche schlechter Durchblutung im Herzen auch in Ruhe identifiziert werden.
Die Myokard-Perfusions-SPECT (Single-Photon-Emissionstomographie, Myokard-SPECT oder Myokardszintigraphie), ist ein nicht-invasives, semi-quantitatives Untersuchungsverfahren der Nuklearmedizin, das die Durchblutung des Myokards bildlich darstellt. Als funktionelles bildgebendes Verfahren unterscheidet es sich daher grundlegend von der morphologisch basierten Bildgebung wie der Koronarangiographie. Das Haupteinsatzgebiet der Myokard-SPECT ist der nicht-invasive Ausschluss einer KHK sowie die Beurteilung einer bekannten KHK. Es wird u. U. als bildgebendes, funktionelles, nicht-invasives Verfahrenen bei entsprechendem Verdacht auch wiederholt empfohlen (vgl. NVL KHK 2019). Weitere Methoden der dynamischen Bildgebung wie die Myokard-Perfusions-PET oder Stress-Perfusions-MRT sind hingegen bislang keine etablierten Standardverfahren. |
Hintergrund zum Arzneimittel | Siehe dazu Ausführungen zum TOP 6.1 der Niederschrift AG Pharmakologie vom 04.08.2022 im MeDiNet. |
| Urteile | SG Düsseldorf S 2 KA 326/15 Urteil vom 31.08.2016 |
| Art der Leistungserbringung | ambulant |
| Fazit | Die szintigraphische Belastungsuntersuchung des Herzmuskels (SPECT) wird als Vertragsarztleistung über EBM GOP 17330 (Zusatzpauschale) vergütet (Untersuchung unter physikalisch definierter und reproduzierbarer bzw. unter pharmakodynamischer Stufenbelastung stellt den obligaten Leistungsinhalt dar).
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| Kommentar/ Hinweise | Ein Schiedsstellenbeschluss regelte Erstattungsbetrag nach § 130b SGB V, gültig bis 22.01.2022 (vgl. RS des GKV SV 2020-519). |