Schaumsklerosierung
| Methode | Schaumsklerosierung bei symptomatischer Varikosis |
| OPS | ./. |
| Indikation | Symptomatische Varikosis/Varizen der unteren Extremitäten |
| ICD | I83.- Varizen der unteren Extremitäten |
| (Haupt)Fachgebiet | Phlebologie/Gefäßchirurgie |
| Zuständigkeit in NR | Die Verarbeitung erfolgt primär in der allgemeinen SFB. |
| Datum Einstellung | 08.11.2022 |
| Autorin | Meike Hansen |
| Datum der letzten Bearbeitung | 28.10.2022 |
| vorhandene Dokumente | Kurzinformation MD Nordrhein |
| Kurzbeschreibung der Methode | Bei der Schaumsklerosierung handelt es sich um die gezielte chemische Ablation von Varizen durch die intravenöse Injektion eines aufgeschäumten Sklerosierungsmittels. Das Sklerosierungsmittel zerstört das venöse Endothel und evtl. weitere Bereiche der Venenwand und wird durch Blutbestandteile und zirkulierende Zellen inaktiviert. Nach erfolgreicher Sklerosierung kommt es längerfristig zur Umwandlung der Varizen in einen bindegewebigen Strang (Sklerose). Ziel der Sklerosierungsbehandlung ist nicht die Thrombosierung der Venen, da die behandelten Venen rekanalisieren könnten, sondern die definitive Transformation der thrombosierten Vene in einen Bindegewebsstrang. Kontraindikationen: bekannte Allergie auf das Sklerosierungsmittel, akute venöse Thromboembolie, lokale Infektion im Bereich der Sklerosierung oder schwere generalisierte Infektion sowie bekannter symptomatischer Rechts-Links-Shunt (z. B. symptomatisches offenes Foramen ovale). Eine Antikoagulationsbehandlung stellt per se keine Kontraindikation für die Sklerosierungsbehandlung dar. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass der Therapieerfolg ggf. gemindert ist oder mehrere Behandlungen notwendig sind. |
| Alternativen | Als Behandlungsalternativen können operative Methoden der Varizenbehandlung, in der Regel Crossektomie/Ligatur und Stripping, genannt werden. |
| Kurzbeschreibung des Krankheitsbilds | Bei der primären Varikosis handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Venenwand im oberflächlichen Venensystem der Beine, bei der sich unter dem Einfluss verschiedener Faktoren (z. B. Schwangerschaften, Orthostasebelastung) im Laufe des Lebens Varizen in unterschiedlicher Ausprägung und Schweregrad entwickeln. Die Varikosis ist eine lebenslang existierende, progrediente Erkrankung, welche die Lebensqualität dauerhaft negativ beeinträchtigen kann. Die Varikosis kann mit oder ohne Beschwerden (Ödem, Schweregefühl und/oder Hautveränderungen) vorkommen. Unbehandelt führt die medizinisch bedeutsame Varikosis, insbesondere mit Stammvenen- und Perforansinsuffizienz, häufig zu Komplikationen (chronisches Ödem, trophische Hautveränderungen, Ulcus cruris venosum, tiefe Leitveneninsuffizienz, Varikophlebitis). Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer tiefen Beinvenenthrombose, insbesondere im zeitlichen Zusammenhang mit dem Vorliegen einer oberflächlichen Venenthrombose. |
| Urteile | Keine bekannt |
| Art der Leistungserbringung | Ambulant, Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung (keine NUB im Sinne von § 135 SGB V) |
| Fazit | Die Schaumsklerosierung bei symptomatischer Varikosis ist nach EBM-GOP 30501 „Verödung von Varizen“ abrechenbar, eine außervertragliche Leistung stellt sie bei der Anwendung eines zugelassenen Sklerosierungsmittels nicht dar. |
| Kommentar/ Hinweise | Literatur:
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